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Von Mensch zu Mensch

Ja, der Mensch ist ein politisches Wesen, das Gemeinschaften zu bilden in der Lage ist, definierte Platon, und auch Aristoteles nahm diese Tatsache zum Anlass, darüber ausgiebig zu referieren.

Im heutigen Sprachverständnis ist jene Eigenschaft des homo sapiens sapiens, des weisen Menschen, von Bedeutung, die ihn als ein “soziales Wesen” auszeichnet, das ohne “den anderen” nicht nur schwer existieren kann, sondern ohne den unser Selbstverständnis und Selbstwertgefühl gar nicht entstehen können.

Für jeden von uns und unser Zusammenleben ist der/die andere Mann/Frau Mittelpunkt unseres Interesses und unserer Aktivitäten.

In unseren Workshops behandeln wir ausführlich die Themen Familie, Partnerschaft und soziale Beziehungen:

– An erster Stelle steht hier der Lebenspartner/die Lebenspartnerin, möglichst in harmonischer und konfliktfreier Lebensweise auf gleicher Augenhöhe, aber bitte keine „Leibeigenschaften“… (einsame Singles leben bis zu 5 Jahre kürzer als Paare);

– Familie, Eltern, Kinder, Enkel – Kontakte pflegen, suchen, nicht verhindern, und am besten nicht zur Dankbarkeit zwingen, „frei lassen, besser nicht klammern“;

– Das Gleiche gilt für “gleichgesinnte” Freundeskreise und Bekannte…;

– Den Kontakt zu und die Anwesenheit positiver Personen fördern und beleben; Kontakte, die eher belasten, vermeiden oder überhaupt beenden!

– Vielleicht an Neigungsgruppen der Öffentlichkeit mitwirken: Sportclub, Reisegemeinschaft, Glaubens-gemeinschaften…

– Freiwilligenarbeit und/oder Sozialarbeit nach eigenen Möglichkeiten leisten!

– Sich laufend in der Gesellschaft positiv aber kritisch einbringen.

– Mündig an der Entwicklung zur Verbesserung direkter Demokratie mitwirken!

– Und noch vieles, vieles andere je nach Wunsch, Neigung, Möglichkeit.

Weil wir Menschen so unterschiedlich sind, scheint es das eine Rezept für das Glücklich sein nicht zu geben. Tatsächlich gibt es das doch, wie Harvard-ForscherInnen in zwei der längsten und umfangreichsten Studien, die je von Menschen über Menschen durchgeführt wurden, herausfanden. Die beiden Studien The Grant Study und The Glueck Study beschäftigten sich über 75 Jahre lang mit dieser einen Frage: Was macht den Menschen wirklich glücklich?

Sie beobachteten über 600 Menschen über diese Jahrzehnte, verfolgten ihre Lebensgeschichten, testeten ihre Blutbilder, scannten ihre Gehirne. Für die Dauer der Studien öffneten diese Menschen die Fenster zu ihren Leben. Einige der Probanden sind bereits gestorben, mit anderen stehen die ForscherInnen immer noch in Kontakt.

Nach einer Analyse dieser unvorstellbaren Massen an komplexen Daten bleibt eine Kernerkenntnis: „Gute Beziehungen machen uns glücklicher und gesünder. Punkt.“ Die Betonung liege dabei auf gut:„Es geht nicht um die Anzahl der Freunde, oder ob man in einer verpflichteten Beziehung steckt. Es ist die Qualität der nahen Beziehungen, die zählt.“

Kennst du alle Nachbarn?

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